Kleines Miteigentum: die von Anfang an aufzubewahrenden Dokumente
Kleine Eigentümergemeinschaften

Kleines Miteigentum: die von Anfang an aufzubewahrenden Dokumente

Ein kleines Miteigentum braucht nicht weniger Dokumente als ein großes. Wenn die Verwaltung auf wenigen Personen ruht, hängt die Kontinuität umso mehr von einer vollständigen und übergabefähigen Akte ab.

Diese Dokumente von Anfang an zusammenzustellen und dann aktuell zu halten, vermeidet Brüche bei einem Wechsel des Bewohners, einem Schadensfall oder einer Übernahme der Verwaltung. Die nachstehenden Listen fassen zusammen, was aufzubewahren sinnvoll ist.

Urkunden und Ordnung

Diese Grundlage legt fest, was jeder besitzt, sowie die gemeinsamen Regeln. Sie wird ohne zeitliche Begrenzung aufbewahrt.

  • Grundurkunde (acte de base)
  • Miteigentumsordnung
  • Pläne
  • Beschreibung der Einheiten
  • Anteile oder Tausendstel
  • Spätere Änderungen
  • Dienstbarkeiten
  • Katasterunterlagen

Beschlüsse

Gemeinsam gefasste Beschlüsse haben nur Wert, wenn sie nachvollziehbar festgehalten sind. Bewahren Sie die gesamte Akte jeder Versammlung auf.

  • Einberufungen
  • Tagesordnungen
  • Vollmachten
  • Anwesenheitslisten
  • Protokolle
  • Anlagen
  • Abstimmungsergebnisse
  • Außerhalb der Versammlung zulässige Beschlüsse

Konten

Die Finanzverwaltung muss jederzeit nachvollzogen und geprüft werden können.

  • Budgets
  • Mittelabrufe
  • Kontoauszüge
  • Rechnungen
  • Zahlungsnachweise
  • Abrechnungen
  • Einzelaufstellungen
  • Nachverfolgung der Außenstände
  • Zweckgebundene Rücklagen
  • Ausgleichsbuchungen

Verträge

Jede laufende Verpflichtung muss erkennbar sein, mit ihren Fristen und Kündigungsbedingungen.

  • Versicherung
  • Wartung
  • Heizung
  • Aufzug
  • Reinigung
  • Vorgeschriebene Prüfungen
  • Energie
  • Mandate
  • Nachträge
  • Kündigungen

Technische Unterlagen

Sie geben Auskunft über Zustand und Verlauf des Gebäudes, nützlich für die Wartung wie für Schadensfälle.

  • Technische Pläne
  • Anleitungen
  • Garantien
  • Berichte
  • Bescheinigungen
  • Gutachten
  • Schlüssel und Ausweise
  • Gesicherte technische Zugänge
  • Verlauf der Eingriffe
  • Fotos
  • Schadensakten

Kontakte

Diese Liste wird ständig aktuell gehalten: Sie ist das Erste, was man im Notfall braucht.

  • Miteigentümer
  • Bewohner
  • Versicherer
  • Bank
  • Dienstleister
  • Notfallkontakte
  • Technische Verantwortliche

Digitale Zugänge

Die Zugangsmittel zu den Werkzeugen und Konten müssen dokumentiert werden, damit eine andere Person übernehmen kann.

  • E-Mail-Adresse des Miteigentums
  • Bankkonto
  • Speicherbereiche
  • Verwendete Werkzeuge
  • Etwaige Domainnamen
  • Vernetzte Geräte
  • Wiederherstellungsverfahren
  • Berechtigte Personen

Passwörter nicht in einem öffentlichen Dokument oder einem Protokoll speichern.

Die Übergabe vorbereiten

Prüfen Sie mindestens einmal im Jahr, ob die Akte vollständig und schlüssig bleibt.

  • Ablage der Dokumente
  • Abgleich der Konten
  • Stand der Verträge
  • Nachverfolgung der Beschlüsse
  • Aktualisierung der Zugänge
  • Laufende Vorgänge

Das Wichtigste

  • Eine vollständige Dokumentengrundlage aufbewahren.
  • Beschlüsse formell festhalten.
  • Die Konten regelmäßig abgleichen.
  • Die Zugänge sichern.
  • Die Übernahme der Verwaltung vorbereiten.

Hinweis

Dieser Artikel schlägt eine Methode zur Dokumentenorganisation vor. Er ersetzt nicht die Lektüre der Grundurkunde (acte de base), der Miteigentumsordnung und der Beschlüsse der Versammlung, die für jedes Miteigentum die Referenz bleiben.

Diese Seite dient ausschließlich der Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Maßgeblich sind die amtlichen luxemburgischen Texte; im Zweifel über einen konkreten Fall wenden Sie sich an eine Fachperson.

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